Mittwoch, 8. Juni 2011

INMVTP

Voller Stolz darf ich nun "Indias Next Most Verminous Top Dog" vorstellen. Es hat mich ganze 2 Monate gedauert, um diese Charts der wohl am meist verlausten (verminous) Straßenköter in meiner näheren Umgebung festzuhalten. Es startet recht harmlos, die Kurve der Verlaustheit steigt bei den oberen Plätzen aber rapide an. And here it is meine ultimative Rache für etliche schlaflose Nächte:


Platz 14


Reichlich Schampoo und Chappi dürften diesen Vertreter wieder schnell in die Gesellschaft integrieren. Deshalb Platz 14.



Platz 13 
  Vom Dreck gefärbtes Fell. Machte jedoch keine Entstalten sich vom Selbigen zu befreien - deshalb Platz 13.


Platz 12
 Noch recht gepflegtes Äußeres. Wurde aber des Öfteren beim Endlausen beobachtet, deshalb Platz 12.


Platz 11
  Lädierter Milchaparat lässt auf mehrere Würfe schliessen, was ihr außerdem den Ruf der Käuflichkeit bescherte - deshalb Platz 11.


Platz 10
  Waschechter Straßenköter. Zerzaustes Fell, ein paar Dreckspritzer und ein durchaus smarter Blick. Könnte Struppi doubeln - deshalb Platz 10.


Platz 9
  Eine Crack- und Spielsucht bescherten ihm den Platz unter diesem Auto und eine enge Freundschaft zum Auspuff - deshalb Platz 9 für ihn.


Platz 8
  Fellfreie Zonen und der Hang die Käuflichkeit von Nr. 11 in Anspruch zu nehmen, beschehren ihm Platz 8.


Platz 7
  Bildet eine Brücken-Wohngemeinschaft mit Platz 6. Können sich partout nicht einigen wer den Müll `rausbringt, deshalb Platz 7.


Platz 6
 Bildet mit Platz 7 die besagte Wohngemeinschaft. Sein Mitbewohner veriet ausserdem, dass er sich gerne im Fluss badet.

 
 In diesem Fluss - deshalb Platz 6 für ihn.


Platz 5
 Planscht gerne mit Platz 6 im Fluss. Bezieht dabei auch gerne den Müll mit ein - deshalb Platz 5 für ihn.


Platz 4
 Zieht offensichtlich das Schlammbad am Rande des Flusses, dem Flussbad vor und macht dabei noch einen recht entspannten Eindruck. Deshalb landet er auf Platz 4.



Platz 3
  Auf den ersten Blick scheint das Level der Lausigkeit gering. Wurde jedoch vom Fotographen beim genüsslichen Verzehr von Plastiktüten erwischt - deshalb Platz 3.



Platz 2
 Könnte durchaus als "Resident-Evil-Hunde-Double" durchgehen - und das ganz ohne Computer Effekt. Doch trotz des Zombie Bonus schlittert er ganz knapp an Platz 1 vorbei. Deshalb Platz 2.



Platz 1
 Ich konnte diesen Repräsentator der Lausigkeit leider nicht voll einfangen. Doch ist am Umfang seiner Hüfte deutlich das Level seiner Degeneration abzulesen. Ein aufälliges Hinken, lädiertes Fell und ein enormer Speichelfluss verliehen ihm ausserdem ein makaberes bis gruseliges Äusseres. Wurde nachts darüber hinaus des Öfteren auf Friedhöfen gesichtet - deshalb Platz 1 für ihn.





Ausserhalb der Wertung liegt dieser Vertreter. Er schaffte es nicht leider mehr rechtzeitig in die Wertung.

Dienstag, 7. Juni 2011

7 Sekunden gestohlene Zeit !

Um die Wartezeit bis zur ersten (und vermutlich letzten) Folge IMVTP (Indias Most Verminous Top Dog) zu verkürzen, hier ein durchaus interessanter Vertreter der Gattung "WTF":



Freitag, 3. Juni 2011

"James-Hetfield-Yeah" vs. Go



Wie angekündigt ein paar neue Updates, watt ich hier so treibe.

Habe mich mittlerweile erfolgreich im benachbarten Fitnessstudio angemeldet. Beheimatet ist das besagte Fitnessstudio im luxuriösen "Four Points" Hotel. Fast das ganze Marketingteam ist angemeldet. Wobei es sich meist nur aufs "angemeldet" beschränkt. Mein Arbeitskollege Choi und ich sind mitunter, die Personen, die das Angebot des Gyms am häufigsten in Anspruch nehmen. Bedingt durch unseren Wohnverhältnisse, haben wir unsere morgendlichen Duschen schon komplett auf das Gym verlegt. D.h. morgens nach dem Aufstehen gleich ins Gym, Work-out und die Dusche genießen. 
Am Wochenende werden, nach dem Work-out auch gerne die Sessel in der Hotellobby für mehrere Stunden in Anspruch genommen. Dank meines europäischen Looks denkt sich das Gros der Inder nämlich, dass ich automatisch auch über einen Haufen Geld verfüge und mir somit auch ein Hotelzimmer leisten könne. Mitunter denken das nicht nur die Hotelangestellten, u.a. auch Rikschafahrer (da sind sie wieder) und Straßenbettler.

besagte Küche
Um den ständigen nächtlichen Bandenkriegen der Straßenköter und meinem nicht ganz stubenreinen Mitbewohner auszuweichen, werde ich in nächster Zeit umziehen. Jetzt fragen sich sicherlich Einige: Warum? Da ich in meinen ersten Blogeinträgen noch über nette Gespräche, usw. berichtet habe. "Nett" heisst leider aber nicht "mitbewohnertauglich". Der Sauberkeitsgrad der Küche (man beachte den Fettfilm auf der "Arbeitsplatte" rechts) und dem Rest der Bude, über den ich mich in meinen ersten Einträgen ausgelassen habe, geht nämlich auf sein Konto. Dies teilten mir mehrere Arbeitskollegen, die auch schon mit ihm zusammenwohnten, mit. Sein Zimmer errinnert eher an eine Altpapiersammelstelle, da er alle Zeitungen, die hier im laufe der Woche eintrudeln, aufbewahrt. Gott weiss warum ?! Darüber hinaus stellt sich das tägliche Zusammenleben, nicht immer als leicht heraus. Um dies darzustellen, ein Auszug aus mehreren ungekürzten und ungeschnittenen SMS an Franziska:


"Boah, da will ich wäsche waschen und da sagt mir Go, dass die steckdosen SEIT LETZTER WOCHE kaputt sind. Anstatt der mal bescheid sagt! Bald fliegen hier keine inder sondern japaner!"
 "Boah, jetzt haben wir nen router und ne internetverbindung und nix funzt. Und Go sagt immer: why do you want to hurry? Weil ich datt JETZT gelöst haben will."

Sehr schön zu sehen: Der Einsatz von "Boah" und der totale Verzicht auf Großschreibung, dienten natürlich dazu meinen Ärger darzustellen. Trotzdessen spiegeln beide Nachrichten, glaube ich aber, sehr gut das Zusammenleben mit Go wieder. Er ist zwar ein netter Zeitgenosse, jedoch bei Zeiten ein wenig eigenbrötlerisch. D.h.:
  • Anstatt morgens mit mir die Rikscha zu teilen, geht er lieber eine Stunde zu Fuß ins Büro - bei
    Nicht Go!
    30 Grad. Abends das gleiche Spiel.
  • Anstatt sich uns mittags zum Mittagsessen anzuschließen, isst er....keine Ahnung, wahrscheinlich nichts.
  • Witzig: Er vollführt am Wochenende gerne seine Jui Juitsu Übungen auf unserer Dachterrasse. Dabei wollte er wahrscheinlich den berühmten "Daniel-San-Kranich-Move" (siehe rechts) auf der Mauer vollführen. Doch machte er dabei die Rechnung ohne die Nachbarn: Die dachten er will Selbstmord begehen, zerrten ihn von der Mauer und informierten den Vermieter. Strike!
Aus diesem Grund werde ich wahrscheinlich in dieser oder in der nächsten Woche in Hayatos (ein weiterer Japaner) Wohnung ziehen. D.h. funktionierende Dusche (James-Hetfield-Yeah!), Internet (James-Hetfield-Yeah!) und eine saubere, benutzbare Küche (James-Hetfield-Yeah!). Wobei die Küche eigentlich egal ist, da ich immer auswärts esse. Dafür kann ich denn aber auf kalte Getränke aus dem Kühlschrank zurückgreifen (Bier! - James-Hetfield-Yeah!).

Die Arbeit läuft auch recht gut. Ich habe etliche Änderungen an der deutschen Editage Webseite vorgenommen und betreue seit Kurzem die deutsche Twitter Kampagne. Beides sehr spannend und lehrreich.



Ps.: Für alle, die sich fragen, warum sich seit Kurzem die Rechtschreibung auf diesem Blog gebessert hat, sei dieser Link ans Herz gelegt.

Montag, 30. Mai 2011

AIESEC Navi Mumbai Newsletter

Bin diesem Monat im AIESEC Navi Mumbai Newsletter zu sehen. Aber seht selbst:



Die Fotos sind wieder einmal umwerfend! Um den gesamten Newsletter zu lesen klickt einfach hier.

Donnerstag, 19. Mai 2011

Unbezahlbares !

So nachdem ich ergründet habe, warum so viele Leute meinen Blog "liken", geht es weiter mit meinem Alltag hier in Indien. Anhand meiner bisherigen Posts kam, meiner Meinung nach, die Meinung auf, dass ich Indien hier hasse oder zumindestens nicht mag. Das Quatsch!
Bevor ich nach Indien kam, sagte man (Hacki) mir, dass ich Indien entweder hassen oder lieben werde ("Incredible India" trifft bei allem wohl sehr gut zu). Beides trifft bei mir überhaupt nicht zu. Weder liebe  noch hasse ich es. Ich mags!

  • Morgens in Rennfahrermanier durch den Verkehr düsen und dabei ab und an Mal den Kopf rausstrecken: 50 Cent
  • Abends mit den Kollegen, aus der ganzen Welt, in einem exklusiven Restaurant auf der Dachterrasse sitzen, jede Menge kaltes Bier und geiles indisches Essen genießen: 10 Euro
  • Im Zug nach Mumbai aus der offenen Tür lehnen und den Wind genießen: 10 Cent
  • Während des Herauslehnens, vom entgegen kommenden Zug angerotzt zu werden - mitten ins Gesicht: unbezahlbar 
  • Mal keinen Müll zu sehen: unbezahlbar
  • Abends mal keinen Stromausfall und bei gefühlten 40 Grad im Zimmer vegetieren (da Ventilator, denn auch nicht mehr funktioniert): unbezahlbar
  • Mal nicht ÜBERALL angeglotzt zu werden: unbezahlbar (eigentlich kein grossen Problem, aber es sei trotzdem erwähnt)
  • der Rickscha-Fahrer versucht dich mal nicht übers Ohr zu hauen: unbezahlbar
  • der Wechsel vom klimatisierten Büro zum normalen Klima, haut dich mal nicht aus den Latschen: unbezahlbar
  • Deutsches Brot: unbezahlbar


    Rotzi ?
    Multikulti
Eindeutig: Müll !


Die guten Seiten meines Aufenthalts überwiegen jedoch. Sei es das Multikulti in der Firma, die Firma an sich, die Preise oder einfach nur die Freiheiten, die man hier in Indien hat - alles schon ganz geil. Ohne den Müll wäre Indien vermutlich das Paradies.
Mit einigen der anderen Kritikpunkten, darf man sich wahrscheinlich in allen Ländern als Ausländer auseinandersetzten.


Ich darf auch noch mal auf meinen Twitter Account (JeanUck) hinweisen. Auf dem ich bis jetzt meistens von meinen Mittagessen berichtet habe. UNGLAUBLICH ! Wer also auf NOCH mehr Nonsens scharf ist: Immer herein getreten (JeanUck).